Wie funktioniert der Kauf per Lastschrift mit Klarna & Co.?

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Immer mehr Händler lagern ihr "Factoring" an Payment-Anbieter wie Klarna oder PayPal aus. Diese Dienstleister übernehmen dabei nicht nur die Zahlungsabwicklung, sondern auch das Mahnwesen!

Was ist Klarna?

Klarna ist ein schwedisches Unternehmen und wurde 2005 gegründet. Mittlerweile bietet Klarna in über 15 Ländern Zahlungslösungen für seine Kunden an. Dabei muss es sich nicht zwangsläufig um ein Online-Shop handeln. Wählt man beim jeweiligen Händler die Zahlungsart aus, ist mit Klarna nicht nur der Kauf per Lastschrift möglich, sondern auch der Rechnungskauf und Ratenkauf. 2014 wurde der Service um Sofortüberweisung erweitert.

Im Auftrag des Händlers übernimmt Klarna die Rechnungsabwicklung und ist ebenso für das Eintreiben von nicht bezahlten Rechnungen zuständig. Klarna kauft dem Online-Shop die bestehenden Forderungen ab. Das heißt, dass der Shop-Betreiber nach Weitergabe der Rechnung den offenen Betrag sofort ausbezahlt bekommt, egal ob der Kunde später die Rechnung begleicht oder nicht.

Wie funktioniert das Lastschriftverfahren mit Klarna?

Möchte der Kunde seine Artikel per Lastschrift bezahlen, gibt er Klarna die Einwilligung, den offenen Betrag von seinem Konto abzubuchen. Der Kunde bekommt nach seinem Einkauf eine Bestellbestätigung per E-Mail und das SEPA-Lastschriftmandat. In der Regel erhält man keine Rechnung von Klarna. Wünscht der Kunde trotzdem eine Rechnung, kann er diese einfach beim Kundenservice anfordern.

Diese Art der Bezahlung ermöglicht eine schnelle und unkomplizierte Abwicklung des Bestellvorganges. Sollte das Konto jedoch nicht ausreichend gedeckt sein und der Betrag nicht abgebucht werden können, handelt es sich um eine Rücklastschrift und ist mit zusätzlichen Gebühren verbunden.

Wie funktioniert Lastschrift mit PayPal Plus?

Immer mehr Händler bieten das Lastschriftverfahren über PayPal an. Mit dem Service "PayPal Plus" können 4 Zahlungsarten angeboten werden: Lastschrift, Rechnungskauf, PayPal oder Kreditkarte. Doch viele Nutzer wissen gar nicht, ob dazu ein PayPal-Konto benötigt wird. Für die Nutzung von "PayPal Plus" wird kein PayPal-Konto vorausgesetzt.

Welche Vorteile hat PayPal Plus?

Sämtliche Zahlungsarten werden über PayPal abgewickelt. Wenn der Kunde sich für den Kauf per Lastschrift entscheidet, wird der Rechnungsbetrag vom Kundenkonto eingezogen und auf das PayPal-Händlerkonto überwiesen. Möchte der Kunde vom kompletten Paypal Käuferschutz profitieren, ist es sinnvoll, ein PayPal-Konto einzurichten. Auch für den Händler ist "PayPal Plus" überaus praktisch, da er bei allen Angelegenheiten rund um die Zahlung nur einen Ansprechpartner hat. Somit ist der Händler zum Beispiel bei Zahlungsausfällen durch den PayPal Verkäuferschutz hinreichend abgesichert.

Was kostet PayPal Plus?

"Paypal Plus" ist für den Kunden in der Regel kostenfrei. Ein Nachteil für die Händler ist es, dass für jede Transaktion Gebühren berechnet werden. Diese sind jedoch im Vergleich zu anderen Anbietern recht günstig. Es kann jedoch sein, dass ein Shop die Kosten für die Transaktion anteilig dem Kunden in Rechnung stellt. Diese werden jedoch während der Bestellabwicklung übersichtlich angezeigt.

Wie bestellt man mit BillPay auf Lastschrift?

Billpay ist ein ePayment-Anbieter (electronic payment), der verschiedene Varianten an Zahlungsarten für Kunden von kooperierenden Onlineshops anbietet. Besonders beliebt ist dabei die "BillPay Lastschrift". Dabei wird eine einmalige Genehmigung der Abbuchung des geforderten Geldbetrags vom Bankkonto gewährt. Für jeden neuen Kauf wird im Gegensatz zu einem Dauerauftrag ein neuer Lastschriftauftrag erstellt, welcher durch die Bezahlung abgeschlossen wird.

Vorteile im Überblick:

  • Keine Registrierung erforderlich.
  • Keine Überweisung oder Online-Banking notwendig.
  • Bearbeitung der Bestellung und Versand durch den Shop erfolgt ohne Wartezeit.
  • Keine Weitergabe der Konto-Informationen an den Händler.
  • BillPay ist mit Zertifikaten wie Trusted Shops ausgezeichnet.
  • BillPay bietet die Möglichkeit eines Kundenaccounts für eine Übersicht aller Aufträge und ausstehenden Rechnungen.

Billpay-Lastschrift: So funktioniert ess!

  1. Zur Kasse des Online-Shops gehen und die dortigen Schritte befolgen.
  2. Als Zahlungsart "Billpay Lastschrift" auswählen.
  3. Bankverbindung eingeben.
  4. Der Kauf ist abgeschlossen und die Bestellung wird bearbeitet.

Gibt es auch Nachteile?

Der Käufer kann nicht genau bestimmen, wann die Lastschrift von seinem Konto eingezogen wird. Zudem findet eine Identitätsprüfung und Bonitätsprüfung statt. Anhand der persönlichen Daten wird festgestellt, wie wahrscheinlich das Ausfallrisiko ist. Dies ist eine notwendige Sicherheitsmaßnahme für BillPay.

Wie kauft man mit RatePay auf Lastschrift?

RatePay bietet neben dem Ratenkauf und dem Rechnungskauf auch den Kauf per Lastschrift an. Die gesamte Zahlungsabwicklung sowie das Risiko bei einem Zahlungsausfall wird von RatePay übernommen, somit ist dieses Verfahren für Händler und Käufer eine sichere Angelegenheit. Kommt es zu einer Retoure, erfolgt abschließend eine Gutschrift.

Der Kunde führt den Bestellvorgang wie gewohnt aus, wählt die Zahlungsmethode "Ratepay Lastschrift" aus und schließt die Bestellung ab. Währenddessen überprüft RatePay im Hintergrund die Identität und die Bonität des Käufers. Bei einer negativen Bonität ist die Zahlungsabwicklung mit Ratepay natürlich nicht möglich.

Sollten während der Überprüfung keinerlei Probleme auftreten, wird der fällige Betrag in wenigen Tagen abgebucht. Die Ware hingegen wird sofort verpackt und versendet, da seitens Online-Shop keine Überprüfung des Zahlungseinganges erfolgt. Der Online-Händler erhält die Zahlung nach Ablauf der Widerrufsfrist. Im Falle einer Reklamation oder einer Retoure erfolgt die Gutschrift nach Abschluss des Vorganges durch den Händler. Außerdem ist keine Registrierung erforderlich, es wird lediglich ein Minimum an persönlichen Daten benötigt.

Vorteile

  • Bequeme und unkomplizierte Zahlungsabwicklung.
  • Schnelle Lieferung, da Händler auf keinen Geldeingang wartet.
  • Kein Risiko eines Zahlungsausfalles für den Händler.

Nachteile

  • Kurze Zahlungsfrist.
  • Bei Retouren erfolgt die Gutschrift nicht sofort.
  • Händler erhalten ihr Geld erst nach Ablauf der Widerrufsfrist.
 

Unser Fazit zu den Payment-Anbietern

Da immer mehr Händler sich auf Ihr Kerngeschäft kümmern, findet man beim "Checkout" vermehrt Payment-Anbieter wieder, welche die Bezahlung abwickeln. Dabei fungieren die Unternehmen als Treuhänder zwischen Händler und Käufer und übernehmen jegliche Risiken. Zudem wird ein reibungsloser Zahlungsablauf gewährleistet. Dabei ist das komfortable Verfahren in seiner Einfachheit kaum zu überbieten. Aus diesem Grund nutzen viele Online-Shops bereits den Service der Payment-Anbieter und vereinfachen somit den Bezahlvorgang für ihre Kunden.