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Wie funktioniert das Lastschriftverfahren?

Wie funktioniert das Lastschriftverfahren?

Beim Lastschriftverfahren, welches auch als Bankeinzug bezeichnet wird, gibt man dem Shop eine einmalige Erlaubnis, den fälligen Rechnungsbetrag vom Bankkonto einzuziehen. Hierbei kann auch ein bestimmter Zahlungstag, also Abbuchungstag, vereinbart werden. Bei einer erneuten Bestellung muss die Erlaubnis neu erteilt werden. Somit hat man die Sicherheit, dass nicht mehrmals ein vereinbarter Betrag abgebucht wird.

Das Besondere bei dieser Zahlungsmethode ist im Gegensatz zu anderen Varianten, das aktive Eingreifen seitens Händler. Der Bezahlvorgang wird nach erfolgreichem Kaufabschluss vom Verkäufer initiiert. Beim Kauf per Vorkasse muss die Zahlung vom Käufer beauftragt werden. Der Vorteil dieser Zahlungsmethode ist, dass der Shop die Ware noch am gleichen Tag versenden kann. Da die Abbuchung bis zu 5 Werktage dauern kann, besteht die Möglichkeit dass Sie die bestellten Artikel schon erhalten bevor Ihr Konto belastet wurde. Eine weitere Sicherheit besteht darin, dass der eingezogene Betrag bis zu 8 Wochen zurückgebucht werden kann.

Was sind die Gründe für eine Rückbuchung?

Gründe der Rückbuchung können z.B. eventuelle Nichtlieferung, Falschlieferung oder beschädigte Artikel sein. Die Rückbuchung gestaltet sich recht einfach. Sie weisen Ihre Bank einfach an, den Rechnungsbetrag zurückzufordern. Beim Online-Banking ist es meistens nur ein Klick. In der Kontoverwaltung sieht man in der Regel bei rückbuchbaren Belastungen eine kleine Information. Sollte es zu einer gewöhnlichen Retoure kommen, wird der Onlineshop Ihnen den Betrag automatisch zurücküberweisen. Hierbei sollten Sie den Zahlungseingang auf Ihrem Konto überprüfen.

Wie bestellt man per Lastschrift?

In Deutschland gehört das Lastschriftverfahren zu den beliebtesten Zahlungsarten. Mehr als 9 Mio. Menschen bezahlen regelmäßige ihre Rechnungen (z.B. Strom, Telefon oder Miete) per Lastschrift. Daher ist es kaum verwunderlich, dass diese Zahlungsart auch bei Online-Bestellungen gerne benutzt wird. Der Grund liegt auf der Hand: Kaum eine Zahlungsform ist so einfach und schnell auszuführen. Der Käufer übermittelt dem Verkäufer seine Bankdaten und erteilt diesem eine Erlaubnis zur Abbuchung eines zuvor bestimmten Betrages.

Wie funktioniert das Lastschriftverfahren?

Bei einem Lastschriftverfahren handelt es sich um eine rein elektronische Abwicklung beim bargeldlosem Zahlungsverkehr. Dazu erklärt sich zunächst der Sender schriftlich dazu bereit, der Zahlungsmethode zuzustimmen. Weiter muss der Empfänger des Betrages seine Bank beauftragen, den jeweiligen Betrag vom "Sender-Konto" einzuziehen. Sofern die Dokumente eingereicht wurden, bekommt der Sender meist noch eine Bestätigung vom Empfänger, dass das Mandat eingerichtet wurde, und die Information, wann der Betrag eingezogen wird. Handelt es sich um einen Dauerauftrag, wird der fällige Betrag dann regelmäßig zum selben Tag des Monats oder Jahres abgebucht.

Was ist das SEPA-Verfahren?

2014 wurde der in Deutschland bekannte Bankeinzug durch das SEPA-Lastschriftverfahren ersetzt. Im Grunde genommen hat sich nicht viel verändert. Damit man problemlos im Euroraum per Lastschrift bezahlen kann, gab es jedoch einige relevante Änderungen:

  1. SEPA steht für Single Euro Payment Area und bedeutet nichts anderes als einheitlicher Zahlungsbereich innerhalb der EU. Die Kreditinstitute wurden verpflichtet, einheitliche Lösungen für den Zahlungsverkehr innerhalb des EU-Raums zu entwerfen. Diese Regelung gilt jedoch nicht nur länderübergreifend, sondern auch innerhalb eines Landes. Aus diesem Grund wurde auch in Deutschland das klassische Lastschriftverfahren durch SEPA ersetzt.
  2. SEPA-Basislastschrift für Endkunden: Diese einfache Form des SEPA-Verfahrens ist dem uns bekannten Lastschriftverfahren sehr ähnlich. Jedoch werden nicht mehr Kontonummer und Bankleitzahl (BLZ) angegeben, sondern die IBAN und der BIC der jeweiligen Bank. Sie kennen ihre IBAN nicht? Im Internet gibt es kostenlose IBAN-Rechner. Einfach BLZ und Kontonummer angeben und man erhält die dazugehörige IBAN. Danach wird dem Gläubiger (z.B. Online-Shop) ein Mandat für die Abbuchung des jeweiligen Betrages erteilt.
  3. SEPA-Firmenlastschrift: Die 2. Variante regelt den Zahlungsverkehr zwischen Geschäftskunden. Privatkunden die in einem Onlineshop einkaufen wollen, können diese Methode getrost ignorieren. Die SEPA-Firmenlastschrift darf nicht von Privatpersonen benutzt werden. Zur SEPA-Basislastschrift ändert sich grundlegend die Fälligkeit und das Widerspruchsrecht. Die Fälligkeit beträgt hierbei nur einen Tag. Außerdem gibt es kein Widerspruchsrecht wie bei der Basislastschrift. Aus diesem Grund sollten Firmenkunden den Betrag und die Mandatsangaben genauestens prüfen.
Was bedeutet eigentlich SEPA-Lastschrift?

Wie bereits erwähnt, wurde das bekannte Verfahren der Einzugsermächtigung ab dem 1. Februar 2014 durch das SEPA Lastschriftverfahren ersetzt. Der grundsätzliche Unterschied zum alten Lastschriftverfahren ist, dass der Zahlende (privat oder geschäftlich) zwingend sein schriftliches Einverständnis erteilen muss. Sonst kann der geforderte Betrag nicht vom Konto eingezogen werden.

Das heißt also, dass es keinen Unterschied mehr zwischen inländischen und ausländischen Überweisungen und Lastschriftverfahren gibt. Einzige Voraussetzung ist: Die Zahlungen müssen alle in Euro abgehandelt werden. Als Kunde bekommt man eine neue Kontonummer zugesandt, die IBAN. Diese Nummer setzt sich aus der Kontonummer, Bankleitzahl, einer Länderkennung (DE für Deutschland) und einer Prüfnummer zusammen. Die Prüfnummer bietet Schutz vor möglichen Zahlendrehern. Bei einer fehlerhaften Angabe wird die getätigte Überweisung sofort gestoppt.

Was sind eigentlich die Vorteile?

Die bisherigen Konten und Einzugsermächtigungen bleiben bestehen. Außerdem gelten dann die neuen verkürzten Überweisungslaufzeiten von nur einem Bankgeschäftstag. Besonders vorteilhaft ist SEPA-Lastschrift für Online-Shopper, da diese Form des Bankeinzugs kaum Mehraufwand, dafür mehr Sicherheit bedeutet. Insbesondere für potentielle Betrüger ist der Aufwand ein Vielfaches um an das Geld der Kontoinhaber zu kommen. Außerdem hat der Kunde die Möglichkeit der Rückbuchung von bis zu 13 Monaten.

Und erwarten einen auch Nachteile?

Das Lastschriftverfahren muss schriftlich eingewilligt werden. Aufträge die nicht schriftlich bestätigt wurden, können nicht bearbeitet werden. Diese Sicherheit ist für die Händler mit einem höheren Aufwand verbunden, da das SEPA-Verfahren ein papierbasiertes Mandat erfordert. Diese Notwendigkeit kann auch für den Online-Käufer lästig sein. Wer kennt nicht die Ungeduld beim Checkout; man möchte mit wenigen Klicks die Bestellung abschließen. Sollte das Konto nicht gedeckt sein, erfolgt eine Rücklastschrift. Nicht nur das die Lieferung gestoppt wird, auch muss der Bezahlvorgang von vorne gestartet werden. Hat man es eilig mit der Lieferung, ist in diesem Fall Ärger für beide Seiten vorprogrammiert.

Was ändert sich durch SEPA?

Vor allem für große Unternehmen, die viele Lastschriften bearbeiten, können Schwierigkeiten auftreten. Denn ab 2014 gilt: Jeder Kontoinhaber muss schriftlich ein Mandat erteilen, in dem er den Zahlungsempfänger berechtigt Geld von seinem Konto einzuziehen. Dies telefonisch oder online zu erteilen funktioniert nicht mehr. Außerdem muss der Zahlungsempfänger dem Kontoinhaber 14 Tage im Voraus über eine Abbuchung informieren.

Gibt es Ausnahmen?

Ausnahmen gelten hier bei der Bezahlung im Supermarkt, da hier mit der Unterschrift auf dem Kassenbon das Mandat erteilt wird. Diese Form ist bis 2016 möglich. Außerdem treten keine Veränderungen beim Bezahlen mit der EC-Karte und der PIN-Eingabe auf.

Welche Vorteile bzw. Nachteile hat das Lastschriftverfahren?

Diese Art der Bezahlung bringt den großen Vorteil mit sich, dass sich der Kunde nicht um die pünktliche und wertmäßig korrekte Überweisung kümmern muss. Durch die zuvor ausgefüllten Formulare liegt die Verantwortlichkeit komplett auf der Seite des Verkäufers. Je nach Vertragsabschluss kann der Verkäufer seine Forderung unmittelbar zum Fälligkeitstermin abrufen. Dies kann sowohl nach der Fertigstellung des Pakets erfolgen oder aber erst nach Erhalt (sobald der Kunde den Wareneingang bestätigt hat).

Der Kunde kann zudem zeitnah auf unsachgemäße Abbuchungen reagieren. Sollten falsche oder zu hohe Beträge abgebucht werden, kann der Kunde bei der Bank eine sogenannte "Rückbuchung" veranlassen (bis zu 8 Wochen möglich). Die Zustimmung zu einem Lastschrifteinzug kann seitens des Kunden jederzeit widerrufen werden. So hat er die Möglichkeit die Zahlungsart zeitnah abändern zu lassen.

Selbstverständlich spielt beim Lastschriftverfahren Vertrauen eine große Rolle!

In gewisser Weise wird dem Unternehmen eine Art "Blankocheck" erteilt, um die entsprechende Summe vom eigenem Konto abbuchen zu dürfen. Daher sollte der Verkäufer vorab auf Seriosität hin überprüft werden (zuvor unbedingt auf konkrete Kontaktdaten achten). Vor allem in finanziellen Notlagen kann eine Lastschrift durchaus zum Problem werden. Sollte das Konto zum Zeitpunkt des Einzugs nicht ausreichend gedeckt sein, kann der Verkäufer die entsprechende Kaufsumme nicht einziehen. Nun wird der Verkäufer entsprechende Schritte einleiten (Mahnungen, Anweisung auf Produktrücksendung etc.). Diese sogenannte Rücklastschrift verursacht entsprechende Kosten. Diese werden mit aller Wahrscheinlichkeit dem Kunden in Rechnung gestellt.

Der sichere Finanzverkehr!

Es kann schon mal passieren, dass man vergisst eine Rechnung zu begleichen. Das Lastschriftverfahren ist dabei eine angenehme Unterstützung: Der Betrag wird vom Empfänger eingezogen; der "Zahler" muss somit über nichts nachdenken und ist auch nicht gezwungen, ständig an die "Pflichttermine" der Überweisung zu denken. Solche Ermächtigungen finden bei regelmäßigen und gleichsahen Beträgen Anwendung, wie beispielsweise bei der Miete, die monatliche Handyrechnung oder die Leasingrate eines Kraftfahrzeuges.

Die Vorteile bzw. Nachteile im Überblick:

Vorteile

  • Als Zahlungspflichtiger muss man nicht darüber nachdenken, wann man den Betrag überweisen muss. Lediglich für die Deckung des Kontos ist Sorge zu tragen.
  • Eine Lastschriftermächtigung kann innerhalb von 8 Wochen ohne Angabe von Gründen rückgängig gemacht werden.
  • Die Beträge, die als Lastschrift beglichen werden, werden gewöhnlich immer zum selben Stichtag eingezogen.
  • Sollte kein Mandat vorliegen, so kann eine Lastschrift auch noch nach 13 Monaten zurückgezogen werden.
  • SEPA-Lastschriften funktionieren grenzüberschreitend im europäischen Raum.

Nachteile

  • Zur Einrichtung ist ein Mandat erforderlich, vergleichbar mit jenem einer Einzugsermächtigung.
  • Eine ausreichende Deckung des Kontos muss gegeben sein.
  • Bei nicht ausreichender Deckung entstehen pro Buchung Kosten in Höhe von mindestens 3 EUR.
  • Wird das Geld einer nicht genehmigten Zahlung zurückgefordert, kann es bis zu drei Tage dauern, bis das Geld wieder dem Konto gutgeschrieben wird.
 
Sind meine Konto-Daten sicher?

Grundsätzlich kann davon ausgegangen werden, dass die persönlichen Daten sowie kontobezogene Informationen geschützt werden, da sich der Empfänger schriftlich dazu verpflichtet, die Daten des Auftraggebers für keine anderen Zwecke zu verwenden, bzw. preiszugeben. Und selbst wenn sie sich nicht schriftlich dazu verpflichten würden, wäre es immer noch ein schweres Vergehen im Sinne des Datenschutzes.

Nicht selten stellen sich Kunden die Frage, wie sicher Ihre Daten bei den Shopbetreibern aufgehoben werden. Natürlich gibt es immer ein Restrisiko, da es zum Informationstausch zwischen Kunden und Anbieter kommt. Beispielsweise könnten Hacker bei diesem Datentransfer an sensible Daten wie die Kontoverbindung kommen.

In der Vergangenheit gab es auch Datenverlust-Meldungen von großen Firmen. Grundsätzlich sollte man aber hier von Einzelfällen sprechen. Denn solche „Datenleaks“ sind ein immenser Imageschaden für die Unternehmen. Um solche Vorkommnisse zu vermeiden, investieren renommierte Handelsunternehmen viel Geld und Know-How in ihre Sicherheitssysteme.

Zudem ist der Zugriff auf sensible Daten nur vertrauensvollen Mitarbeitern gestattet. Außerdem sind Onlineshop-Betreiber durch die strengen Datenschutzrichtlinien in Deutschland verpflichtet, sehr sorgsam mit den Kundendaten umzugehen. Um den Sicherheitsaspekt gerecht zu werden, haben wir auf dieser Themenseite nur Online-Shops aufgenommen, bei denen die Sicherheit der Kundendaten eine hohe Priorität genießt.

Wie funktioniert eine Lastschriftrückgabe?

Wurde ohne Erlaubnis ein Betrag vom Konto abgebucht, hat der Kontoinhaber ein verlängertes Rückgaberecht von 13 Monaten. Die gewöhnliche Lastschriftrückgabe beträgt 8 Wochen. Folgende Gründe können zur Forderung des abgebuchten Betrages führen:

  1. Falscher Betrag wurde abgebucht: Die Abbuchung stimmt nicht mit dem Mandat überein? Dann können sie ohne Probleme die Lastschriftrückgabe von ihrer Bank fordern. Beim Onlinebanking ist das oft nur ein Klick.
  2. Nicht genügend Deckung: Hat der Verkäufer ein Mandat und versucht den Betrag vom Konto des Käufers abzubuchen, dessen Kontodeckung nicht ausreicht, kommt es zur Rücklastschrift. Diese Form der Rückgabe nennt man umgangssprachlich "geplatzte Lastschrift". Sollte es dazu kommen, wird gewöhnlich von der Bank eine Gebühr verlangt. Zudem sollte man unverzüglich den Shop kontaktieren, damit die zusätzlichen Kosten (Mahngebühren etc.) nicht unnötig steigen. Sorgen sie daher für genügend Deckung auf dem Konto!
Wie lange kann ich die Abbuchung zurückbuchen?

Generell gilt eine Frist von 8 Wochen, sofern ein schriftliches Mandat vorliegt. Anderenfalls wird diese Frist auf 13 Monate verlängert. Unter gewissen Umständen ist auch ein Rückzug des Einziehungsauftrages im darüberliegenden Zeitraum möglich, dies erfordert aber meist eine gesonderte Vereinbarung zwischen beiden Parteien.

Es ist auch möglich, einem Bankeinzug dauerhaft zu widersprechen. Hierzu wird aber in jedem Fall die Schriftform empfohlen: einmal für sich selbst, einmal für die Bank und ein weiteres mal für die zweite Partei. Um einen Bankeinzug rückgängig zu machen, bedarf es grundsätzlich der Schriftform. Berücksichtigen sollte man allerdings die Situation, in der ein Rückzug der Lastschriftenermächtigung mit einer möglichen (Abo)Kündigung einhergeht. In diesem Fall sollte man eventuelle Kündigungsfristen beachten. Innerhalb dieser Zeit kann dann der Einziehungsauftrag trotz allem noch weiter laufen.

Was tun bei fehlender Kontodeckung?

Prinzipiell sollte immer darauf geachtet werden, dass das Konto zum Zeitpunkt der Abbuchung entsprechend gedeckt ist. Ist dies nicht der Fall, gibt es zwei Möglichkeiten:

  1. Die Abbuchung ist durch den nicht vorhandenen Überziehungsrahmen des eigenen Kontos gar nicht möglich.
  2. Das Konto wird um den zu geringen Betrag überzogen.

Im ersten Fall kommt es entweder zu einem Erinnerungsschreiben oder zu einem rechtlichen Schritt seitens des Zahlungsempfängers. Im zweiten Fall entstehen für die Überziehung des Kontos "Spesen", die sich zumeist dann bemerkbar machen, wenn wieder Geld auf dem Konto ist.

Welche Gebühren fallen bei einer fehlender Kontodeckung an?

Pauschal ist diese Frage schwer zu beantworten, da 2 Kostenstellen auf den "Täter" zukommen:

  1. Die Kosten der Bank für die fehlgeschlagene Abbuchung.
  2. Das Kosten des Empfängers (eventuell zzgl. Mahngebühren).

Man sollte jedoch mit einem Betrag zwischen 3 € - 5 € bei der ersten fehlgeschlagenen Abbuchung rechnen. Nachfolgende "Fehlschläge" kommen einen in der Regel teurer zu stehen. Beim ersten "Fehlschlag" liegt man zunächst bei zumindest 3 EUR; schlägt ein solcher Versuch ein zweites mal fehl, können weitere 5 EUR oder mehr anfallen - diese Kosten sind abhängig von den Aufwandskosten der Bank und des jeweiligen Empfängers. Jedoch kann es auch sein, dass die Adresse des Kunden angefordert werden muss, wobei schnell 20 EUR zusätzlich auf einen zukommen können.

Was tun bei unrechtmäßigem Bankeinzug?

Man kann sich bei der Angabe der eigenen Kontodaten vertippen, die Daten werden im System falsch hinterlegt oder man fällt tatsächlich einer Betrügermasche zum Opfer. Wichtig ist, das man sich sofort mit seiner Bank in Verbindung setzt und - soweit bekannt - mit dem Abbucher. Banken sind für die Rückabwicklungen zuständig. Die Bank kann genau begutachten, ob es sich um einen unbekannten Einmalabbucher handelt, oder ob vielleicht einem regulären Partner ein Fehler unterlaufen ist. Bei einem solchen Fehler reicht eine Kommunikation mit dem Gegenspieler meist aus.

Kann man dauerhaft der Abbuchung widersprechen?

Gewöhnlich kann man jede unrechtmäßige Abbuchung durch seine Bank zurückbuchen lassen; jede Buchung muss individuell betrachtet werden, da die jeweilige Bank nicht wissen kann, welche Verpflichtungen beide Geschäftsparteien eingegangen sind. Somit muss jede Rückbuchung einzeln vom Bankkunden beantragt werden. Will man eine dauerhafte Abbuchung unterbinden, ist es notwendig, die Einzugsermächtigung schriftlich zu widerrufen. Am besten versendet man den Schriftsatz per Einschreiben.

Wer steckt hinter dem Bankeinzug?

Die regelmäßigen Abbuchungen sollten buchhalterisch vermerkt sein. Natürlich kommt es vor, dass einige Händler unter einem anderen Namen auf dem Kontoauszug erscheinen. In diesem Fall kann man entweder selbst Recherche betreiben, oder man erkundigt sich bei seiner Bank. Eingerichtet wird der Bankeinzug schlussendlich von der Bank, die das Bindeglied zwischen Bezahlendem und Händler ist. Nach Zusage beider Parteien wird das Geld von Konto A abgebucht und geht auf Konto B ein.

Wie entzieht man eine Einzugsermächtigung wieder?

Gründsätzlich kann man eine Einzugsermächtigung nur schriftlich entziehen. Dies ist nicht nur Bedingung, sondern kann auch als Sicherheit angesehen werden; der "Empfänger" kann nicht behaupten keine Kündigung erhalten zu haben. Sollte trotz der Kündigung die Gegenpartei weiterhin abbuchen, sollte man den Rechtsweg beschreiten. Jede falsch abgebuchten Beträge müssen einzeln zurückgebucht werden; das ist ärgerlich aber nicht zu vermeiden, da jede Abbuchung einen eigenen Vorgang darstellt. Man kann leider die Bank nicht generell anweisen, von einer bestimmten Partei Abbuchungen grundsätzlich abzuweisen. Aus diesem Grund ist eine ständige Kontrolle des Kontoguthabens förmlich Pflicht!

Kauf per Lastschrift - Ja oder Nein?

Das Lastschriftverfahren kann durchaus Sinn machen. Die Sicherheiten überwiegen zu Gunsten des Auftraggebers und das Zurückziehen der Ermächtigung ist ebenso problemlos möglich. Desweiteren sind Einzugsermächtigungen bankunabhängig und können über jede Bank national sowie auch international eingerichtet werden. Das Lastschriftverfahren erleichtert den buchhalterischen Alltag vieler Firmen sowie privater Haushalte.

Da es sich bei dieser Art der Zahlung - sowohl für den Verkäufer als auch für den Käufer - um eine sehr sichere Zahlungsart handelt, wird diese bei vielen Online-Abwicklungen angewandt. Denn entsprechend der Vertragsvereinbarung können alle Schritte (Einzug der Zahlsumme, Erhalt der Ware, etc.) genaustens nachvollzogen werden.

Informationen zum Datenschutz im Rahmen des Bankeinzugsverfahrens

Gewöhnlich wird unterhalb aller relevanten Infos wie z.B. Lieferanschrift, Zahlungsart und Versandkosten ein kleines Kästchen mit einem Link eingeblendet wie z.B. „Informationen zum Datenschutz“. Dieser Link führt Sie zu den Datenschutzrichtlinien. Nachdem Sie die Datenschutzhinweise gelesen haben, müssen Sie diesen zustimmen um den Einkauf fortzusetzen. Da in Deutschland strenge Datenschutzrichtlinien gelten, werden die Händler sorgsam mit ihren Daten umgehen.

Um die Zahlungsausfallrisiken zu minimieren prüfen viele Shops während des Bestellvorganges die Kreditwürdigkeit des potentiellen Kunden. Für diese Abfrage bei den Auskunfteien braucht der Shopbetreiber eine Erlaubnis. Mit der Bestätigung der Datenschutzerklärung erlauben Sie dem Anbieter die Prüfung. Sollten Sie mit den Datenschutzbestimmungen des Shops nicht einverstanden sein, brechen Sie einfach den Kauf ab. Denn ohne Zustimmung ist keine Bestellung möglich.

Fazit zum Kauf per Lastschrift!

Generell kann man als Kunde die SEPA-Lastschrift begrüßen, nicht nur in punkto Sicherheit. Problematisch wird es, wenn das Konto zum Zeitpunkt der Abbuchung nicht gedeckt ist. Dieser Fall stellt für beide Seiten; Käufer und Verkäufer; Probleme dar, da der gesamte Verkaufsprozess verzögert wird. Der Kunde wartet unnötig lange auf seine Ware, der Verkäufer muss den Lastschriftprozess von vorne starten. Nicht zu vergessen, die unnötigen Gebühren, die gewöhnlich von der Käuferseite getragen werden. Sollten Zahlungsengpässe im Zeitraum der Abbuchung ersichtlich sein, ist eine andere Zahlungsvariante zu empfehlen.

Welche Zahlungsarten gibt es im Internet?

Heutzutage muss man für viele Dinge des täglichen Lebens, nicht mehr das Haus verlassen. Alles kommt per Paketdienst direkt zu ihnen nach Hause. Dafür ist nur eine Bestellung im Internet nötig und schon werden die meisten Artikel innerhalb von wenigen Tagen geliefert.

Doch wie wird im Internet bezahlt?

Neben den gängigen Zahlungsmitteln wie wie Vorkasse, Nachnahme oder Lastschrift, können Sie beim Online-Kauf oft auf eine größere Auswahl an Zahlungsmöglichkeiten zurückgreifen. Aber nicht jeder Händler akzeptiert alle Zahlungsarten, was meist schon auf der Startseite erläutert wird. Nachfolgend haben wir die gängigsten Online-Zahlungsmittel aufgeführt:

Die verschiedenen Zahlungsarten im Überblick:

  • Vorkasse:

    Hier wird die Ware per Überweisung im Vorfeld bezahlt. Erst wenn die Zahlung beim Lieferanten eingegangen ist, wird die Bestellung versendet. Dadurch verzögert sich das Lieferdatum um mehrere Tage. Gefällt die Ware nicht, oder muss aus einem anderen Grund zurückgesendet werden, besteht die Gefahr, dass die Rückerstattung erhebliche Zeit und Mühen kostet.

  • Lastschrift:

    Die Ware wird sofort verpackt und versendet. Der Lieferant darf den fälligen Betrag per Bankeinzug vom Kundenkonto abbuchen. Bei einer fehlerhaften Buchung kann der Kunde problemlos seine Bank mit der Lastschriftrückgabe beauftragen. Dank des SEPA-Verfahrens können die Vorteile in ganz Europa genutzt werden. Auch hier wurde die Rechnungssumme schon vor Ablauf der Widerruffrist bezahlt. Achten sie auf genügend Deckung auf dem Konto, damit es nicht zu einer Rücklastschrift kommt.

  • Nachnahme:

    Hier wird die Ware sofort versendet. Wenn der Paketbote die Ware ausliefert, muss der Artikelpreis inkl. Versandkosten und einer Nachnahmegebühr sofort bezahlt werden. Die Gebühr variiert und ist recht teuer, auch hier ist eventuell Ärger bei einer Rückerstattung vorprogrammiert.

  • Rechnung:

    Der Lieferant versendet die bestellte Ware inklusive einer Zahlungsaufforderung (oft per Mail) an den Kunden. Hier gibt es ein Zahlungsziel. Bevor die Ware zur Zahlung fällig wird, hat man genügend Zeit die Ware zu testen und sich zu entscheiden, ob sie behalten wird. Bei Rücksendungen ist nichts Weiteres nötig.

  • PayPal:

    Nach Absenden des Warenkorbs wird der Kunde auf die PayPal-Seite weitergeleitet. Dort muss die Zahlung bestätigt und mit dem individuellen Passwort freigeschaltet werden. Sollte die Ware nicht gefallen, kann die Rückerstattung ebenfalls über das PayPal-Konto erfolgen. Das Guthaben kann von diesem Konto zur Auszahlung auf das eigene Bankkonto veranlasst werden. Die Gutschrift auf dem Bankkonto kann dann allerdings bis zu zwei Werktage dauern. Da diese Art des Bezahlen recht zügig vonstatten geht, bieten immer mehr Shops Kauf per PayPal an.

  • Kreditkarte:

    Sofort nach Eingang der Bestellung wird die Ware kommissioniert und versendet. Der Lieferant darf die Rechnungssumme von der Kreditkarte abbuchen. Bei dieser Bezahlmethode hat man zusätzlich die Kreditkartenabrechnung, das hilft bei der Buchhaltung. Das Geld wird erst zu einem vereinbarten Zeitpunkt bezahlt. Dafür entsteht aber i.d.R. eine jährliche Gebühr.

  • Sofortüberweisung:

    Sofort nach der Bestellung wird man auf eine Zahlseite geleitet. Dort meldet man sich mit den eigenen Bankdaten zum Online-Banking an und bestätigt die Zahlung mittels einer übermittelten TAN (einige Anbieter ermöglichen auch mTan, pushTan, smsTan, chipTan oder photoTan). Die Ware wird sofort danach zum Versand fertiggemacht und der Kunde kann innerhalb weniger Tage seine Bestellung in den Händen halten.

  • Ratenkauf:

    Diese Variante bietet sich dann an, wenn das Produkt sehr teuer ist und es nicht auf einmal bezahlt werden kann. Vor dem Absenden der Bestellung, wählt der Kunde die gewünschte Laufzeit aus und der Online-Shop informiert ihn sofort über die Ratenhöhe. Wenn dem zugestimmt und die Bestellung abgeschickt wurde, geht die Ware in den Versand.

Franzi Heine
Franzi Heine

Hallo liebe Besucher meines Profils,

ich heiße Franzi Heine und bin seit fast 5 Jahren Teil des kauf-auf-rechnung24 Teams.

Solltet Sie Fragen zu meiner Person oder zu meinen Beiträgen haben, schreiben Sie mir einfach.

Ihre Franzi Heine

3 Kommentare

  • Kommentar Link Ismail Othman Donnerstag, 02 Februar 2017 13:53 geschrieben von Ismail Othman

    :-) OK !

  • Kommentar Link administrator Mittwoch, 28 Dezember 2016 14:17 geschrieben von administrator

    Hi Ismail,

    die erhältst du zeitnah nach Bestätigung der Zahlungsabwicklung per E-Mail.

    Viele Grüße,

    Dein lastschrift-bezahlen Team

  • Kommentar Link Ismail Othman Mittwoch, 28 Dezember 2016 13:36 geschrieben von Ismail Othman

    Hallo,
    Wann erhalte ich meine Zahlungsbestätigung
    Nach ich PayPal und das SEPA-Lastschriftmandat akzeptiert und vollständig aus gefüllt habe.

    Mit freundlichen grüßen
    ISMAIL

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